
1951 in Tel Aviv geboren, lebt und arbeitet in London. Er ist Designer weltweit berühmter Objekte wie die Sitze Rover Chair und Well Tempered Chair und der Bücherschrank Bookworm. Er hat für Kartell, Moroso , Driade, Fiam entworfen.
Ron Arad sagt über sein Design:
„Ich möchte ausschließlich Gegenstände gestalten, die nur ich gestalten kann. Gegenstände, die es nicht gab, bevor ich sie entworfen habe, Objekte, die genügend Neues bieten, Dinge, die den Ansprüchen, die sie schaffen, gerecht werden und halten, was sie versprechen. Materialien, Technologie, Stil, Kultur, Bedürfnisse, Überschuss, Ökonomie, Risiko, Überraschung, Humor und Erinnerung sind nur einige der Ingredienzien, die um die führende Rolle im Designprozess wetteifern. Sie werden unterschiedlich gemixt, je nachdem, welche Aufgabe sich stellt. Manchmal wird bestimmten Ingredienzien eine Zeit lang der Vorzug gegeben, und man lässt sich entsprechende Aufgaben dafür einfallen. Aus einer Vorliebe können Sammlungen verwandter Objekte entstehen, die manchmal ein neuer Werkstoff/ Prozess zusammenbringt, manchmal die Geometrie und Form, die Idee einer Funktion oder eine gewisse Unruhe oder auch eine Kombination von allem. Die Vorlieben wetteifern auch um Zeit und Aufmerksamkeit, obwohl sie normalerweise ganz gut miteinander auskommen. Das sieht dann so aus, dass man einen rotierenden freitragenden Pavillon in 3000 m Höhe auf einem Alpengipfel in Balance hält, gemeinsam mit Wissenschaftlern negative vertikale Extrusionen entwickelt, Bälle mit 2 m Durchmesser aus Aluminium bläst und sie 30 cm über dem Boden schweben lässt, eine neue Möglichkeit findet, Stühle zu stapeln, oder sich wieder einem alten Projekt zuwendet, dass plötzlich dringlich zu sein scheint. In letzter Zeit geht es mir darum, dem unsichtbaren sitzenden Menschen Gestalt zu geben. Nachdem ich jahrelang vielleicht zu viele Stühle entworfen habe, Stühle mit der besten Absicht, dem unbekannten sitzenden Menschen einen (ergonomischen, bequemen) Platz anzubieten, habe ich beschlossen, mich auf die Suche nach diesem unsichtbaren und dabei omnipräsenten sitzenden Menschen zu machen und ihn physisch präsent werden zu lassen."
© desiary 2009