
Jean Nouvel studierete Architektur an der École des Beaux-Arts de Bordeaux. Als er 1966 ein Stipendium gewann, konnte er an die Pariser Ecole des Beaux Arts wechseln. 1976 gehörte er zu den Mitbegründern der Architekturbewegung „Mars 1976“ und „Syndicat de l’Architecture“. Zu Nouvels jüngsten Projekten gehörten der 142 Meter hohe Torre Agbar in Barcelona, der Erweiterungsbau des Museo Reina Sofia in Madrid und die (nicht verwirklichten) Guggenheim Museen in Tokio und Rio de Janeiro. 1994 gründete er die „Ateliers Jean Nouvel“, die 2006 mit 140 Mitarbeitern zu den größten Architekturbüros in Frankreich zählten. Aktuell werden von ihnen 40 Projekte im In- und Ausland betreut. Das zentrale Atelier ist in Paris, daneben betreibt Nouvel noch Dependancen in London, Kopenhagen, Minneapolis, Rom, Madrid und Barcelona.
Jean Nouvel gilt als sehr vielfältiger Gestalter und beherrscht den Umgang mit Farben, Materialien und Oberflächen wie kaum ein Anderer. Er zählt zu den bekanntesten Architekten Frankreichs und konnte in ganz Europa und auch in Teilen Asiens, Nord- und Südamerikas an Projekten arbeiten. Sein Baustil zeichnet sich nicht durch eine einheitliche Formensprache aus, sondern ist stets um eine Anpassung des Gebäudes an die jeweilige Umgebung bemüht.
© desiary 2009