
1917 in Innsbruck geboren, auf internationaler Ebene als einer der Initiatoren der Erneuerung von Design und Architektur bekannt, dank ihm konnte der steife Funktionalismus der Vor- und Nachkriegsjahre des zweiten Weltkriegs überwunden werden. In der Sprache des großen und einflussreichen Meisters des italienischen Design drücken sich potentielle Energie und Vitalität in Entwurf und Farbe aus, als Kontrast zu jeglicher Art von Intellektualismus und Steife. Stirbt 2007.
In Anlehnung an die Ästhetik seiner Totem-Objekte verwandelte er diese Formen, die normalerweise Assoziationen mit seinen Keramikvasen wecken, in ein etwas nützlicheres Objekt. Die Mühlen von Alessi sind ein klarer Ausdruck seines Bestrebens, die Schranken zwischen Kunst und Design zu durchbrechen.“Wallpaper”, 2007
Ich zitiere immer das gleiche Beispiel: Es ist nicht das Gleiche, Wasser aus einem Pappbecher… Aus einem Kristallglas trinkt man, weil es schwerer ist als der Pappbecher, zerbrechlicher und man diese Zerbrechlichkeit berücksichtigen muss, wenn man es in der Hand hält. Führt man es an die Lippen, wird das Aroma des Wassers nicht durch irgendeinen Beigeschmack beeinträchtigt. Dabei entstehen unzählige winzige Sinnesreize. Trinkt man also aus einem Kristallglas, weiss man, dass das Objekt die Fähigkeit hat, einem die eigene Existenz bewusst zu machen… Ettore Sottsass, Design Interviews, Museo Alessi - Corraini Editore
© desiary 2009